Was deckt eine Unfallversicherung ab?

Die Unfallversicherung gehört nicht zu den Pflichtversicherungen. Trotzdem ist sie sehr wichtig, denn die Unfallgefahr wird allgemein unterschätzt. Vor allem für Kinder, Rentner und arbeitslose Ehepartner kann die Unfallversicherung eine nicht zu unterschätzende Stütze sein. Hierzu sollen vier Fragen einen ersten Überblick geben.

Was tut die Unfallversicherung?

Wenn Du einen Unfall hast, der Dich für längere Zeit nicht arbeitsunfähig macht, dann kannst du von der Versicherung eine Schadensdeckung erhalten. Wie diese aussieht, ist im Vertrag geregelt.
Das Krankenhaustagegeld wird Dir gezahlt, wenn du für längere Zeit auf eine stationäre Behandlung angewiesen bist.
Dazu gibt es die Möglichkeit eines Genesungsgeldes. Es wird nach dem Verlassen des Krankenhauses noch einmal die gleiche Zeit gezahlt, wie das Krankenhaustagegeld und soll zur Überbrückung oder für Rehabilitationsmaßnahmen genutzt werden.
Auch kosmetische Eingriffe werden übernommen, sollten nach einem Unfall dauerhafte Schäden entstehen. Dazu kommen die Such- und Bergungskosten, wenn Du an einem abgelegenen Ort einen Unfall hast und eine einmalige Todesfallleistung, sollte es zum schlimmsten kommen.

Wann greift die gesetzliche Unfallversicherung ein?

Ein Unfall ist ein plötzliches Ereignis, welches Dich oder eine dir nahestehende Person unvorbereitet und ohne eigenes Verschulden trifft. Zumeist geht man von einem Unfall bei der Arbeit aus, aber die meisten Unfälle passieren im privaten Bereich. Darum herrscht hier eine Unterversicherung, denn die meisten Menschen verlassen sich auf den Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung. Diese greift für Arbeitnehmer, für Schüler und für ehrenamtliche Helfer auf den Wegen zur und von der Arbeitsstelle/ Schule. Darüber hinaus greift die gesetzliche Versicherung nicht ein. Andere Unfälle müssen durch eine private Versicherung abgedeckt werden.

Welchen Schutz bietet die private Versicherung?

Sich privat zusätzlich zu versichern, ist für alle ein Vorteil, die keiner dauerhaften Beschäftigung nachgehen oder in ihrer Freizeit einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Bist Du zum Beispiel ein Hobbysportler und ziehst dir beim Laufen einen Muskelfaserriss zu, der dich einige Tage ans Bett fesselt, dann kannst Du von einer privaten Versicherung profitieren. Das gleiche gilt für Unfälle im Haushalt und im Garten.

Welche Umstände werden nicht versichert?

Nicht versichert sind in einer Unfallversicherung Krankheiten, auch wenn sie chronisch sind. Sie sind Sache einer Krankenversicherung oder einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Auch mögliche geistige Schäden müssen nichts zwangsweise im Leistungsrahmen der Versicherung liegen. Es ist wichtig, dass Du im Vertrag auf den dazu nötigen Passus achtest. Zudem zahlt die Versicherungsgesellschaft erst, wenn ein gewisser Invaliditätsgrad erreicht ist. Wie hoch der ist, steht ebenfalls im Vertrag. In Deinem Interesse sollte er so niedrig wie möglich ausfallen.

Fazit: Vor allem im privaten Bereich, aber auch für Hobby und Urlaub ist eine private Unfallversicherung eine wichtige und oft lohnende Anschaffung.

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