Wann kann eine Versicherung ihre Leistungen kürzen?

Versicherungen haben unter ganz bestimmten Voraussetzungen das Recht ihre Leistungen zu kürzen. Dies kann im Grunde alle bekannten Versicherungen betreffen. Dazu gehören

  • Hausratversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Unfallversicherung
  • Rechtschutzversicherung

Die genannten Versicherungen beziehen sich auf Privatpersonen. Im gewerblichen Bereich gibt es ebenfalls eine Reihe von Sachversicherungen. Auch hier kann es zu Leistungskürzungen kommen. Zur besseren Übersicht soll es hier um Versicherungen von Privatpersonen gehen.

Welche Gründe es für eine Leistungskürzung geben kann

Eine der häufigsten Ursachen für eine Kürzung der Versicherungsleistungen ist grobe Fahrlässigkeit. Darunter versteht man das bewusst oder auch unbewusst leichtsinnige Verhalten im öffentlichen Straßenverkehr, im Haushalt oder anderen Personen gegenüber. In juristischer Sprache betrifft dies beispielsweise

  • grob fahrlässige Trunkenheit am Steuer
  • grob fahrlässiges Verhalten auf Skipisten
  • grob fahrlässig bis leichtsinniges Verhalten im Umgang mit Wasser

Bei Alkohol am Steuer kennen die Versicherungen keine Gnade. Entsteht gar ein Personenschaden, kann die Versicherungsleistung nicht nur gekürzt, sondern ganz gestrichen werden. Auch bei anderen Unfällen, die unter Alkoholeinfluss passieren, sind die Versicherer unerbittlich. Entsteht dagegen einer älteren Dame im Haushalt ein leichter Schaden, weil sie den Wasserhahn der Waschmaschine nicht richtig geschlossen hat, können die Versicherer ein Auge zudrücken und die Leistung bleibt dennoch in voller Höhe bestehen.

Auch im Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss kann es zu Leistungskürzungen kommen

Schummeln Versicherungsnehmer beim Abschluss einer Versicherung, kann sie dies im Schadenfall teuer zu stehen kommen. Besonders gern wird in der Hausratversicherung bei der Wohnungsgröße gemogelt. Je geringer die Größe ist, umso geringer ist schließlich auch der Versicherungsbetrag. Bei der Kfz-Versicherung sind die Schummeleien noch größer. Gern wird aus der Mietwohnung ein Eigenheim gemacht, das Fahrzeug steht plötzlich in einer Garage und die jährliche Kilometerzahl liegt im geringsten Bereich, obwohl der Versicherungsnehmer gleichzeitig als Vertreter arbeitet und im gesamten Bundesgebiet unterwegs ist. Weitere Beispiele sind

  • falsche Angaben zum Alter und Beschäftigungsstatus
  • Verschweigen von Vorerkrankungen
  • nicht angepasste Vertragsbedingungen

Die Leistungsverweigerung und die Kündigung von Seiten der Versicherungsgesellschaft als letzte Instanz

Gröblichstes Verhalten und bewusst falsche gemachte Angaben, führen, wie bereits beschrieben, zu deutlichen Konsequenzen. Das kann sogar soweit gehen, dass im Schadenfall und nach Ausschluss es auch keine andere Versicherung mehr gibt, die bereit ist, den Sünder als Kunden aufzunehmen.

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