Die Qual der Wahl – Auslandsreisekrankenversicherung

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten und Varianten einer Auslandsreisekrankenversicherung. Bevor sich der Urlauber aber für eine dementsprechende Versicherung entscheidet, ist es wichtig, die unterschiedlichen Angebote gegenüberzustellen. Fakt ist: Wer die Qual hat, hat die Wahl, denn es gibt unzählige Anbieter, die selbstverständlich die besten Versicherung anbieten.

Der Leistungsumfang der Versicherung – ein Versicherungsvergleich gibt einen Aufschluss darüber

In erster Linie ist neben der Prämie auch die Leistung zu hinterfragen. Viele Versicherungen sind zwar günstig, sparen jedoch bei der Leistung. Der Versicherungsnehmer muss daher selbst im Vorfeld Überlegungen anstellen, auf welche Leistungen er Wert legt. Selbstverständlich ist die Höhe der Versicherungssumme entscheidend. Im Regelfall raten Fachleute eine Versicherungssumme von 500.000 Euro zu vereinbaren. Ebenfalls sollte der Rücktransport in das Heimatland zu 100 Prozent von der Versicherung übernommen werden. Eine weitere Möglichkeit ist der Transport der Begleitperson. Auch hier ist es vernünftig, wenn sich der Versicherungsnehmer für eine Versicherung entscheidet, welche für den Hin- und Rücktransport des Verwandten eine 100%ige Deckung anbietet.

Die unterschiedlichen Varianten der Versicherung – für Singles, Familien und Senioren gibt es spezielle Tarife

Bei der Auslandsreisekrankenversicherung der DFV gibt es auch unterschiedliche Modelle für Senioren, Singles oder auch Familien mit Kindern. Viele Versicherungsanbieter präsentieren unterschiedliche Tarife, passen die Versicherung an die Wünsche und Gegebenheiten an und versuchen auch mit günstigen Angeboten zu überzeugen. So gibt es etwa Auslandsreisekrankenversicherung, bei denen das Kind automatisch mitversichert ist. Für Singles hingegen ist es wichtig, dass der Hin- wie Rücktransfer einer Begleitperson inkludiert ist. Wichtig: Um die monatliche Prämie zu sparen, kann der Versicherungsnehmer einen Selbstbehalt bezahlen. Der Selbstbehalt ist zwar nur bei wenigen Anbietern möglich, kann aber zur Kostenfalle werden.

Das Fazit – nicht bei den Leistungen der Versicherung sparen

Sparen ist wichtig, jedoch sollte man sich seine Versicherung nicht zur Unkenntlichkeit sparen. Leistungen wie etwa Bergung, Bestattungskosten sowie auch der Transport nach Hause und auch der Transport von Begleitpersonen muss unbedingt inkludiert sein. Ebenfalls sollte die Versicherungssumme nicht unter 500.000 Euro festgelegt sein. Ein Unfall mit einer stationären Behandlung kostet im Ausland mehrere tausend Euro; wer dann noch Rücktransporte und Weiterbehandlungen hat, ist froh, wenn eine Versicherung hat, die durchaus eine hohe Deckungssumme aufweist.

Was deckt eine Unfallversicherung ab?

Die Unfallversicherung gehört nicht zu den Pflichtversicherungen. Trotzdem ist sie sehr wichtig, denn die Unfallgefahr wird allgemein unterschätzt. Vor allem für Kinder, Rentner und arbeitslose Ehepartner kann die Unfallversicherung eine nicht zu unterschätzende Stütze sein. Hierzu sollen vier Fragen einen ersten Überblick geben.

Was tut die Unfallversicherung?

Wenn Du einen Unfall hast, der Dich für längere Zeit nicht arbeitsunfähig macht, dann kannst du von der Versicherung eine Schadensdeckung erhalten. Wie diese aussieht, ist im Vertrag geregelt.
Das Krankenhaustagegeld wird Dir gezahlt, wenn du für längere Zeit auf eine stationäre Behandlung angewiesen bist.
Dazu gibt es die Möglichkeit eines Genesungsgeldes. Es wird nach dem Verlassen des Krankenhauses noch einmal die gleiche Zeit gezahlt, wie das Krankenhaustagegeld und soll zur Überbrückung oder für Rehabilitationsmaßnahmen genutzt werden.
Auch kosmetische Eingriffe werden übernommen, sollten nach einem Unfall dauerhafte Schäden entstehen. Dazu kommen die Such- und Bergungskosten, wenn Du an einem abgelegenen Ort einen Unfall hast und eine einmalige Todesfallleistung, sollte es zum schlimmsten kommen.

Wann greift die gesetzliche Unfallversicherung ein?

Ein Unfall ist ein plötzliches Ereignis, welches Dich oder eine dir nahestehende Person unvorbereitet und ohne eigenes Verschulden trifft. Zumeist geht man von einem Unfall bei der Arbeit aus, aber die meisten Unfälle passieren im privaten Bereich. Darum herrscht hier eine Unterversicherung, denn die meisten Menschen verlassen sich auf den Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung. Diese greift für Arbeitnehmer, für Schüler und für ehrenamtliche Helfer auf den Wegen zur und von der Arbeitsstelle/ Schule. Darüber hinaus greift die gesetzliche Versicherung nicht ein. Andere Unfälle müssen durch eine private Versicherung abgedeckt werden.

Welchen Schutz bietet die private Versicherung?

Sich privat zusätzlich zu versichern, ist für alle ein Vorteil, die keiner dauerhaften Beschäftigung nachgehen oder in ihrer Freizeit einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Bist Du zum Beispiel ein Hobbysportler und ziehst dir beim Laufen einen Muskelfaserriss zu, der dich einige Tage ans Bett fesselt, dann kannst Du von einer privaten Versicherung profitieren. Das gleiche gilt für Unfälle im Haushalt und im Garten.

Welche Umstände werden nicht versichert?

Nicht versichert sind in einer Unfallversicherung Krankheiten, auch wenn sie chronisch sind. Sie sind Sache einer Krankenversicherung oder einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Auch mögliche geistige Schäden müssen nichts zwangsweise im Leistungsrahmen der Versicherung liegen. Es ist wichtig, dass Du im Vertrag auf den dazu nötigen Passus achtest. Zudem zahlt die Versicherungsgesellschaft erst, wenn ein gewisser Invaliditätsgrad erreicht ist. Wie hoch der ist, steht ebenfalls im Vertrag. In Deinem Interesse sollte er so niedrig wie möglich ausfallen.

Fazit: Vor allem im privaten Bereich, aber auch für Hobby und Urlaub ist eine private Unfallversicherung eine wichtige und oft lohnende Anschaffung.

Kostenabsicherung bei Rechtsstreit

Eine Rechtsschutzversicherung schützt Versicherungsnehmer vor den finanziellen Folgen eines Rechtsstreites. Sie ist jedoch nur in den (jeweils) vertraglich festgeschriebenen spezifischen Rechtsgebieten gültig…

Der Rechtsschutz ist prinzipiell als Individualversicherung ausgestaltet, mittels welcher das Kostenrisiko bei rechtlichen/gerichtlichen Streitfällen abgedeckt wird. Er kann sowohl von Seiten von Privatpersonen, als gleichermaßen ebenso von Firmen oder Unternehmen abgeschlossen werden, und wird dabei auf Grundlage der „Spezialität des Versichertenrisikos“ eingerichtet.

Zum Umfang der vom Rechtsschutz Versicherer übernommenen Leistungen gehören – ohne Begrenzung der Deckung oder bis zur vertraglichen Deckungssumme – die folgenden Kostenpunkte: (1.) Gesetzliche Anwaltsgebühren für einem vom Versicherungsnehmer frei auszuwählenden Rechtsanwalt. (2.) Honorare für Sachverständige und Gelder für Zeugen. (3.) Gerichtskosten, sowie (4.) dem jeweiligen (Streit-)Gegner entstehende Kosten, soweit diese vom Versicherten beglichen werden müssen. Darüber hinaus werden ebenfalls eventuelle Kautionen – im Normalfall bis zu einer Höhe von 50 000 Euro – abgedeckt, welche den Versicherten vor dem Strafvollzug bewahren. Gerichtlich festgelegte Bußgelder/Geldstrafen werden dagegen nicht übernommen.

Zumeist werden vertraglich bestimmte „Selbstbeteiligungen“ ausgemacht, typischerweise in der Höhe von 150 bis 250 Euro pro versicherungsrelevantem Streitfall. Diesbezüglich ist anzuraten, vor Abschluss einer Rechtsschutzversicherung abzuklären, ob es nicht individuell sinnvoller sein mag, über den Weg eines (zumeist gering ausfallenden) Mehrbeitrages eine Selbstbeteiligung per se auszuschließen.

Grundlegend gilt, dass für fast die Gesamtheit der dargelegten Leistungen der jeweilige Versicherungsschutz erst nach einer Wartezeit – oftmalig drei Monate nach Beginn der Rechtsschutzversicherung – wirklich in Kraft tritt.

Was gilt als praktisch-konkreter Leistungsfall? Immanente Grundvoraussetzung hierfür ist generell das Eintreten eines vertraglich bestimmten Rechtsschutz Falles. Das bedeutet in der Praxis „den tatsächlichen oder behaupteten Verstoß gegen Rechtspflichten“, weshalb beispielshalber eine vorbeugende rechtliche Beratung durch einen Anwalt nicht im Umfang der Police enthalten ist. Des Weiteren überprüfen die Versicherungsgesellschaften vor einer Leistungserbringung, ob die Verfolgung des Rechts des Versicherungsnehmers ausreichende Erfolgsaussichten implizieren, und ob Letzterem kein schuldhaftes Handeln „angekreidet“ wird.

Spezifische Rechts- und somit Geltungsgebiete einer Rechtsschutzversicherung sind Schadensersatz-Rechtsschutz, Arbeits-Rechtsschutz, Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz, Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht (usw.).

 

Wann kann eine Versicherung ihre Leistungen kürzen?

Versicherungen haben unter ganz bestimmten Voraussetzungen das Recht ihre Leistungen zu kürzen. Dies kann im Grunde alle bekannten Versicherungen betreffen. Dazu gehören

  • Hausratversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Unfallversicherung
  • Rechtschutzversicherung

Die genannten Versicherungen beziehen sich auf Privatpersonen. Im gewerblichen Bereich gibt es ebenfalls eine Reihe von Sachversicherungen. Auch hier kann es zu Leistungskürzungen kommen. Zur besseren Übersicht soll es hier um Versicherungen von Privatpersonen gehen.

Welche Gründe es für eine Leistungskürzung geben kann

Eine der häufigsten Ursachen für eine Kürzung der Versicherungsleistungen ist grobe Fahrlässigkeit. Darunter versteht man das bewusst oder auch unbewusst leichtsinnige Verhalten im öffentlichen Straßenverkehr, im Haushalt oder anderen Personen gegenüber. In juristischer Sprache betrifft dies beispielsweise

  • grob fahrlässige Trunkenheit am Steuer
  • grob fahrlässiges Verhalten auf Skipisten
  • grob fahrlässig bis leichtsinniges Verhalten im Umgang mit Wasser

Bei Alkohol am Steuer kennen die Versicherungen keine Gnade. Entsteht gar ein Personenschaden, kann die Versicherungsleistung nicht nur gekürzt, sondern ganz gestrichen werden. Auch bei anderen Unfällen, die unter Alkoholeinfluss passieren, sind die Versicherer unerbittlich. Entsteht dagegen einer älteren Dame im Haushalt ein leichter Schaden, weil sie den Wasserhahn der Waschmaschine nicht richtig geschlossen hat, können die Versicherer ein Auge zudrücken und die Leistung bleibt dennoch in voller Höhe bestehen.

Auch im Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss kann es zu Leistungskürzungen kommen

Schummeln Versicherungsnehmer beim Abschluss einer Versicherung, kann sie dies im Schadenfall teuer zu stehen kommen. Besonders gern wird in der Hausratversicherung bei der Wohnungsgröße gemogelt. Je geringer die Größe ist, umso geringer ist schließlich auch der Versicherungsbetrag. Bei der Kfz-Versicherung sind die Schummeleien noch größer. Gern wird aus der Mietwohnung ein Eigenheim gemacht, das Fahrzeug steht plötzlich in einer Garage und die jährliche Kilometerzahl liegt im geringsten Bereich, obwohl der Versicherungsnehmer gleichzeitig als Vertreter arbeitet und im gesamten Bundesgebiet unterwegs ist. Weitere Beispiele sind

  • falsche Angaben zum Alter und Beschäftigungsstatus
  • Verschweigen von Vorerkrankungen
  • nicht angepasste Vertragsbedingungen

Die Leistungsverweigerung und die Kündigung von Seiten der Versicherungsgesellschaft als letzte Instanz

Gröblichstes Verhalten und bewusst falsche gemachte Angaben, führen, wie bereits beschrieben, zu deutlichen Konsequenzen. Das kann sogar soweit gehen, dass im Schadenfall und nach Ausschluss es auch keine andere Versicherung mehr gibt, die bereit ist, den Sünder als Kunden aufzunehmen.