Wieso eine Haftpflichtversicherung?

Ein Missgeschick kann jedem passieren – ob in der Freizeit, beim Sport oder im eigenen Heim – wer andere schädigt haftet ein Leben lang mit seinem gesamten Einkommen und Vermögen.
In der Privathaftpflichtversicherung sind gesetzliche Haftpflichtansprüche privatrechtlichen Inhalts, für deren Folgen Sie und/oder Mitversicherte von Dritten auf Schadenersatz in Anspruch genommen werden, versichert.

Warum ist eine Privathaftpflichtversicherung wichtig?

Die Privathaftpflichtversicherung deckt die Haftpflichtrisiken des täglichen Lebens ab und ist für jeden unverzichtbar. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch muss jeder für die Schäden aufkommen, die er anderen zufügt, ob auf Besuch bei Freunden, als Radfahrer oder als Fußgänger.

Die Privathaftpflichtversicherung hat die Aufgabe, Sie von Schadenersatzansprüchen, die gegen Sie erhoben werden, freizustellen. Im Versicherungsfall prüfen wir für Sie, ob und in welcher Höhe für Sie eine Verpflichtung zum Schadenersatz besteht. Sollten Sie haftpflichtig sein, zahlen wir für die Wiedergutmachung des Schadens. Unbegründete Schadenersatzansprüche wehren wir ab. Kommt es zum Rechtsstreit, führen wir den Prozess und tragen die Kosten.

Private Haftpflichtversicherung: Gut zu wissen

Warum ist die Privathaftpflichtversicherung so wichtig?

Absichern hilft: Haftpflichtansprüche können sonst teuer werden. Laut Bürgerlichem Gesetzbuch ist jeder verpflichtet für verursachte Schäden an Personen oder fremdes Eigentum, die schuldhaft also auch fahrlässig verursacht wurden, zu haften. Der Verursacher haftet grundsätzlich lebenslang in unbegrenzter Höhe und mit seinem ganzen jetzigen und zukünftigen Vermögen und Einkommen. Damit Sie infolge einer leichten Fahrlässigkeit nicht in den finanziellen Ruin getrieben werden, hilft Ihnen die private Haftpflichtversicherung, die diese Schäden ersetzt.
Neben berechtigten Schadenersatzforderungen können auch unberechtigte Ansprüche gegen Sie erhoben werden. Die Privathaftpflichtversicherung unterstützt Sie auch bei diesen Rechtsverfahren und übernimmt z.B. Prozesskosten, um unberechtigte Ansprüche gegen Sie abzuwehren. Übrigens: mit der privaten Haftpflichtversicherung sind Sie auch auf Reisen und im Urlaub weltweit geschützt.

Was kann passieren?

Helga V. stößt beim Fahrradfahren mit einem anderen Fahrradfahrer zusammen, der sich dabei schwer verletzt. Aufgrund des Unfalles ist der Verletzte nicht mehr in der Lage seinen Beruf auszuüben. Der Verdienstausfall und die Krankenhauskosten betragen insgesamt mehrere hunderttausend Euro.

Wer ist mit einer Privathaftpflichtversicherung versichert?

Sie können die Privathaftpflichtversicherung individuell nach Ihren Bedürfnissen als Single bzw. Einpersonenhaushalt oder für die ganze Familie abschließen.

Privathaftpflichtversicherung Familie:

Versichert sind der Versicherungsnehmer, seine im Haushalt lebenden unverheirateten Kinder, seine Lebens- oder Ehepartner und dessen im Haushalt lebende Kinder (gilt auch für Stiefkinder). Volljährige Kinder sind bei der Privathaftpflichtversicherung so lange versichert, wie sie sich im ununterbrochenen Ausbildungsverhältnis befinden.

Privathaftpflichtversicherung Single:

Die Versicherung bezieht sich nur auf den Versicherungsnehmer. Andere Personen sind nicht im Vertrag mitversichert.

Die Qual der Wahl – Auslandsreisekrankenversicherung

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten und Varianten einer Auslandsreisekrankenversicherung. Bevor sich der Urlauber aber für eine dementsprechende Versicherung entscheidet, ist es wichtig, die unterschiedlichen Angebote gegenüberzustellen. Fakt ist: Wer die Qual hat, hat die Wahl, denn es gibt unzählige Anbieter, die selbstverständlich die besten Versicherung anbieten.

Der Leistungsumfang der Versicherung – ein Versicherungsvergleich gibt einen Aufschluss darüber

In erster Linie ist neben der Prämie auch die Leistung zu hinterfragen. Viele Versicherungen sind zwar günstig, sparen jedoch bei der Leistung. Der Versicherungsnehmer muss daher selbst im Vorfeld Überlegungen anstellen, auf welche Leistungen er Wert legt. Selbstverständlich ist die Höhe der Versicherungssumme entscheidend. Im Regelfall raten Fachleute eine Versicherungssumme von 500.000 Euro zu vereinbaren. Ebenfalls sollte der Rücktransport in das Heimatland zu 100 Prozent von der Versicherung übernommen werden. Eine weitere Möglichkeit ist der Transport der Begleitperson. Auch hier ist es vernünftig, wenn sich der Versicherungsnehmer für eine Versicherung entscheidet, welche für den Hin- und Rücktransport des Verwandten eine 100%ige Deckung anbietet.

Die unterschiedlichen Varianten der Versicherung – für Singles, Familien und Senioren gibt es spezielle Tarife

Bei der Auslandsreisekrankenversicherung der DFV gibt es auch unterschiedliche Modelle für Senioren, Singles oder auch Familien mit Kindern. Viele Versicherungsanbieter präsentieren unterschiedliche Tarife, passen die Versicherung an die Wünsche und Gegebenheiten an und versuchen auch mit günstigen Angeboten zu überzeugen. So gibt es etwa Auslandsreisekrankenversicherung, bei denen das Kind automatisch mitversichert ist. Für Singles hingegen ist es wichtig, dass der Hin- wie Rücktransfer einer Begleitperson inkludiert ist. Wichtig: Um die monatliche Prämie zu sparen, kann der Versicherungsnehmer einen Selbstbehalt bezahlen. Der Selbstbehalt ist zwar nur bei wenigen Anbietern möglich, kann aber zur Kostenfalle werden.

Das Fazit – nicht bei den Leistungen der Versicherung sparen

Sparen ist wichtig, jedoch sollte man sich seine Versicherung nicht zur Unkenntlichkeit sparen. Leistungen wie etwa Bergung, Bestattungskosten sowie auch der Transport nach Hause und auch der Transport von Begleitpersonen muss unbedingt inkludiert sein. Ebenfalls sollte die Versicherungssumme nicht unter 500.000 Euro festgelegt sein. Ein Unfall mit einer stationären Behandlung kostet im Ausland mehrere tausend Euro; wer dann noch Rücktransporte und Weiterbehandlungen hat, ist froh, wenn eine Versicherung hat, die durchaus eine hohe Deckungssumme aufweist.

Rechtsschutz aber richtig!

Wer schon einmal einen juristischen Streit mit dem Vermieter oder Nachbarn hatte, der war über die Hilfe eines Rechtsbeistandes dankbar. Doch Anwalts- und Prozesskosten sind kostenintensiv. In solchen Fällen steht einem eine Rechtsschutzversicherung zur Seite. Jedoch sollten Sie genau abwägen, welche Versicherung Sie wirklich brauchen.

Als Besitzer eines Kraftfahrzeuges sollten Sie sich mit einer Verkehrsrechtsschutzversicherung schützen. Denn passiert ein Unfall, muss die Schuldfrage oder die Höhe eines Schadenersatzes oft vor Gericht geklärt werden. Übrigens ist man mit einer Verkehrsrechtsschutzversicherung meist auch als Mitfahrer, als Fahrer eines fremden Autos, als Mieter eines Mietautos, als Radfahrer oder Fußgänger versichert.

Als Arbeitsnehmer gehören rechtliche Auseinandersetzungen mit dem Arbeitgeber leider oftmals zum Alltag. Bei einem Gerichts-Verhalten vor dem Arbeitsgericht muss jede Prozesspartei ihre Kosten in der ersten Instanz selbst tragen. Da hilft eine Rechtsschutzversicherung für den Berufsbereich.

Rechtsschutzversicherungen haben zusätzlich den Vorteil, dass sie wie eine Art Baukasten zusammengesetzt werden können. Der Kunden hat Einzelbereiche wie zum Beispiel Verkehr-, Miet-, Beruf-, Privat-, Familien-, und Erbrecht zur Auswahl und kann die Einzeltarife zusammenfügen wie er es benötigt. Besonders beliebt ist die Kombination aus Verkehrs-, Berufs-, und Mietrecht. Wer jedoch ein Eigenheim besitzt, kann die letzte Variante natürlich herausnehmen.

Rechtsschutzversicherungen waren in den letzten Jahren immer mehr dazu gezwungen, die Preise anzuheben, dies ist den steigenden Zahlen an Rechtsstreitigkeiten zu verdanken. Deshalb überlegen Sie sich gut, welche Tarife sie miteinander kombinieren und wählen Sie die Selbstbeteiligung, die Sie bereit sind im Schadenfall zu übernehmen. Diese beiden Faktoren lassen die Beiträge deutlich senken. Nehmen wir einmal an, Sie möchten 3 Rechtsschutz Teilbereiche abdecken und wählen zusätzlich statt 0 € Selbstbeteiligung eine Rechtsschutzversicherung mit 150 € Selbstbeteiligung, dann sparen Sie ca. 7 € (je nach Versicherungsunternehmen) im Monat. Die Ersparnis in einem Jahr beträgt mehr als 80 €. Dies empfiehlt sich aber nur dann, wenn Sie nicht jedes Jahr einen Schaden bei Ihrer Rechtsschutzversicherung geltend machen.

Seien Sie aber vorsichtig, denn bei zu leichtsinnigen oder vermehrten Schadensmeldungen! Viele Versicherungen behalten sich das Recht vor, bei mehr als 2 gemeldeten Schäden in 12 Monaten von ihrem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch zu machen. Eine solche Kündigung wird es Ihnen schwer machen, zu einer anderen Versicherung zu wechseln und nicht selten werden Sie mit einer Wartezeit von bis zu 5 Jahren “bestraft”.

Streit mit dem Vermieter vermeiden

Ein Streit mit dem Vermieter muss nicht unbedingt sein. Wenn sich alle an die gesetzlichen Vorgaben halten, können Auseinandersetzungen vermieden werden. Die wichtigsten Mieterrechte haben wir kurz zusammengefasst und erläutert.

Streit um Nebenkosten

Die Nebenkosten stellen oft einen Streitpunkt zwischen Vermieter und Mieter da. Es dürfen nur 17 bestimmte Nebenkosten abgerechnet werden. Darunter fallen Heizung, Wasser und Müllabfuhr… alle weiteren Positionen stehen in der Betriebskostenabrechnung. Auf keinen Fall dürfen Verwaltungs- und Instanthaltungskosten abgerechnet werden. Überprüfen Sie die Angabe der Wohnfläche in der Nebenkostenabrechnung.

Sollte Ihnen die Abrechnung nicht plausibel erscheinen, haben Sie die Möglichkeit einen schriftlichen Einspruch einzulegen. Hierbei gilt eine Frist von max. einem Jahr ab erhalt der Nebenkostenabrechnung.

Häufige Fehler bei der Heizkostenabrechnung sind:

  • Falsche Berechnung des Brennstoffverbrauchs
  • Aufteilung zwischen Verbrauchs und Flächenabhängige Kosten
  • Falsche Aufteilung von Heizung und Warmwasserverbrauch
  • Heizungsbetriebskosten (Reparatur der Heizungsanlage)

Was tun bei Eigenbedarfskündigung

Die Eigenbedarfskündigungen sind in den letzten drei Jahren im Bundesweiten Durchschnitt stark steigend. Dabei ist jede zweite Kündigung wegen Eigenbedarfs vorgeschoben. Oft möchten Vermieter die Wohnung leer bekommen und neu vermieten, dann mit einer deutlich höheren Miete.

Sind Sie von einer Kündigung wegen Eigenbedarf betroffen können Sie eigentlich nur die Formalien angreifen, aus sozialen Gründen haben Sie rechtlich kaum eine Chance. Zulässig sind auf jedenfall Kündigungen des Vermieters für sich, seine Familienangehörige, seit 2010 auch Nichten und Neffen. Auch vorübergehende Fremde, wie Au Pair oder Büroräume für Familienangehörige. Der Vermieter muss die Eigenbedarfskündigung aber auf jeden fall begründen.

Mieterhöhung was ist erlaubt?

Eine Mieterhöhung ist frühestens ein Jahr nach dem Bezug der Wohnung zulässig, dies mit einer Frist von drei Monaten. Die ersten 15 Monate haben Sie also erstmal nichts zu befürchten. Nach dieser Zeit kann die Miete zu ortsüblichen Vergleichsmieten angepasst werden, auch wenn die Wohnung erst wegen z.B. einer Modernisierung angehoben wurde.

Im Zuge der Anpassung kann der Vermieter die Miete innerhalb von drei Jahren um 20 Prozent anheben. Je nach Landesregierung kann diese Grenze auf fünf Jahre und 15 Prozent heruntergesetzt werden.

Sie als Mieter müssen der Mieterhöhung zustimmen. Tun Sie das nicht, müssen Sie die Zustimmung verweigern. Dies jedoch nur wenn die Mieterhöhung nicht rechtmäßig sein sollte.

Liegt die Miete mehr als 20 Prozent über dem ortsüblichen Mietspiegel, können Sie als Mieter die Zahlung bei 120 Prozent deckeln. Zusätzlich können Sie zu viel entrichtete Zahlungen der letzten drei Jahre zurückfordern.